Hauptsache neu oder anders, am liebsten beides zusammen: An herkömmlichem Bigband-Material hat das Jugend Jazz Orchester Bonn (JJOB) kein Interesse. Dabei sind die Mitglieder keine alten Hasen, sondern zwischen zwölf und 24 Jahren alt, also im Grunde noch am Anfang ihrer Beschäftigung mit dem Jazz in all seinen Facetten. Doch mangelnde Ambitionen kann man dem Ensemble um die beiden Jazz-Lehrer Thomas Kimmerle und Thomas Heck wahrlich nicht vorwerfen – zu recht hat es 2024 den WDR Jazzpreis erhalten. Im Pantheon, wo sie gewissermaßen das Kehraus-Konzert spielten und das Haus in die Sommerpause schickten, präsentierten die jungen Musikerinnen und Musiker nun ein kontrastreiches Programm, zu dem ein paar ungewöhnlich arrangierte Rock-Nummern ebenso gehörten wie ein paar Klassiker.
Deutschland schwitzt. Überall sind in den vergangenen Tagen aufgrund der hohen Temperaturen Veranstaltungen abgesagt worden – nicht aber beim Musiksommer Ahrweiler. Immerhin liegt der Marktplatz Abends schon im Schatten, und mit ein paar Getränken von den umliegenden Cafés, Restaurants und Buden lässt sich die Hitze eigentlich gut aushalten. Und so können denn auch Sir Williams Vollgas geben und am Fuße von St. Lurentius ordentlich abrocken. Die nach eigenen Angaben dienstälteste Robbie-Williams-Tributeband Europas feuert denn auch aus allen Rohren, gibt mit „Let Me Entertain You“ die Marschrichtung vor und zelebriert die 35-jährige Karriere des britischen Superstars mit Songs, die von den ersten Take-That-Erfolgen („Relight My Fire“) bis zu Titeln des aktuellen Albums Britpop („All My Life“). Eine reizvolle Mischung. Und eine starke Performance.
Sieben Stühle, knallgelb, besetzt mit ganz normalen Menschen. Keine Schizophrenen, keine Soziopathen, keine Opfer einer posttraumatischen Belastungsstörung. Einfach ganz normale Menschen und ein Therapeut. Denn auch wenn die Mitglieder dieser Gruppe aus pathologischer Sicht nicht krank erscheinen, haben sie doch offenbar das Bedürfnis, etwas an ihren Lebensumständen zu ändern. Diese Figuren stehen im Mittelpunkt von Tim Kropps Stück „Die Gruppe“, dass das freie Ensemble Theater Rampös derzeit in der Brotfabrik zur Uraufführung bringt – und überraschend leise inszeniert, was einige Vorteile hat. Und auch ein paar Probleme schafft.
Seit bekannt geworden ist, dass der bauliche Zustand der Bonner Oper noch desolater ist als zunächst angenommen und somit eine Sanierung im Bestand nicht zu realisieren ist, diskutieren Politikerinnen und Politiker mit der Stadtverwaltung sowie Freunden und Förderern der Kultur insgesamt und der Oper im Besonderen über das weitere Vorgehen. Anfang März haben Oberbürgermeister Guido Déus und Kulturdezernentin Birgit Schneider-Bönninger fünf Lösungswege vorgestellt und sich dabei wegen diverser Synergieeffekte klar für einen Neubau von Oper und Schauspiel in Beuel ausgesprochen. Das aber treibt die Bürgerschaft auf die Barrikaden. Nun haben die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn und der SPD-Ortsverein Beuel zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung ins Pantheon eingeladen. Wo sich das Gespräch sehr schnell wieder im Kreis zu drehen begann.
Die hohe Kunst des Grooves, der weder bremsen noch hetzen darf, hat Martin Wind schon seit Jahrzehnten verinnerlicht. Mit seinem Trio „Gravity“, zu dem noch Saxofonist Peter Weniger und Drummer Jonas Burgwinkel gehören, setzt der Bassist dies einmal mehr um und zeigt sich auf seinem neuen Album September so facettenreich wie eh und je, mal melancholisch, mal wild und mal pulsierend.
ines geht noch. Und noch eines. Und noch eines. Wenn der Sitzungspräsident (alias Volker Weininger) in seiner Kellerbar sitzt und aus seinem Leben erzählt, wird der Abend zwangsweise feuchtfröhlich, mit einem Kölsch nach dem anderen. Und zu erzählen hat er viel. Während er nach einem ganz bestimmten Zeugnis sucht, mit dem er sich endlich die längst überfällige Beförderung sichern will, fallen ihm nämlich allerlei Erinnerungsstücke in die Hände: Schulfotos, Heiratsurkunde, Konzertkarten (Abrocken mit Roger Whittaker) oder Flugtickets (mit dem Elferrat nach Malle). Ach ja, das waren noch Zeiten.
Es ist mitunter schon faszinierend, wie lange manche Stücke die Gemüter bewegen. „Skandal im Sperrbezirk“ zum Beispiel: Dieser größte Hit der Spider Murphy Gang, der sich ironisch und zugleich kritisch mit einem Kreuzzug der CDU gegen die Prostitution in München auseinandersetzt, war zumindest in Bayern manchen Politikern ein Dorn im Auge. 1981 landete das Stück im Freistaat auf dem Index – und 45 Jahre später hat man jetzt in Erlangen versucht, diesen Schritt erneut zu gehen und den Party-Hit wegen angeblich sexistischer und frauenfeindlicher Tendenzen ebenso von der Bergkirchweih der Stadt auszuschließen wie das umstrittene „Layla“ und andere Ballermann-Lieder. Skandal, Skandal, Skandal. Doch immerhin ist Bonn nicht Erlangen, und so konnte die Spider Murphy Gang bei ihrem Besuch im Brückenforum auch diese Nummer getrost spielen, sehr zur Freude des Publikums, das natürlich lauthals mitsingt. Und knapp zwei Stunden guten Rock ‘n’ Roll genießt.
Sie sind alle gekommen: Türken und Kurden, Marokkaner und Iraner, Deutsche und Afghanen. Eine Nationalität nach der anderen fragt Khalid Bounouar ab und freut sich über jeden, der jubelt. Schließlich zeigen die Reaktionen des Publikums in der Bonner Oper, dass das Konzept von RebellComedy aufgeht. Seit 19 Jahren versucht das Comedy-Ensemble, all jenen eine Stimme zu geben, die sich sonst nicht vertreten fühlen auf den Kleinkunstbühnen, und sie gleichzeitig zusammenzubringen. Streitigkeiten müssen draußen bleiben. „Wir lachen alle in der gleichen Sprache“, betont Bounouar, der bei der Show immer wieder gerne den Moderator spielt und mit dem Publikum interagiert, es ausfragt und es locker macht. Immerhin sollen an diesem Abend alle Spaß haben. Was auch gelingt. Wenn auch mit Abstrichen.
Zur festen Tradition des Bonner Schumannfests gehört natürlich ein Geburtstagskonzert am 8. Juni zu Ehren von Robert Schumann. In diesem Jahr hat Ausnahmetalent Robert Neumann, der 2025 sowohl zu den Preisträgern des Deutschen Musikwettbewerbs zählte als auch den Internationalen Deutschen Pianistenpreis gewann, diese Aufgabe übernommen. Und das mit einer schier unbändigen Kraft, einer Vorliebe für dramatische Dynamik und einer Virtuosität, die ihresgleichen sucht.
Die Haare zu lang, der Körper zu dünn, die Wut nicht im Griff – und alle blicken aufs Handy. Wer schon einmal den „Struwwelpeter“ gelesen hat, wird diese Figuren auch in einer modernen Inkarnation sofort wiedererkennen: Der anorektische Suppenkasper, der aggressive Friederich oder auch der die Umwelt ausblendende Hanns Guck-in-die-Luft sind als Figuren längst Gemeingut geworden, und auch wenn ihr Verhalten heutzutage andere Formen annehmen würde, so sind die zugrunde liegenden seelischen Probleme noch lange nicht gelöst. Ganz im Gegenteil. Immerhin gibt es mittlerweile Tabletten für alles und jeden, damit ja alle schön normal wirken. Doch die Ursachen bestimmter Verhaltensmuster lässt sich auf diese Weise nicht behandeln. Jetzt hat der Jugendclub des Schauspiels Bonn „Reif für die Bühne“ den Stoff aktualisiert und bei einer Aufführung im Foyer des Schauspiels bestimmte Rollenbilder hinterfragt. Wann wird das Streben nach Individualität zur Krankheit, wann der Eskapismus zur Falle? Und wie geht man am besten damit um?
Eine Fahrt an die Ahr ist für Kasalla schon ein Abenteuer. Immerhin ist man hier außerhalb der eigenen Wohlfühlzone beziehungsweise „in der Wildnis“, wie Sänger Bastian Campmann während des Auftritts der Kölschrockband auf der Weinkulturbühne Marienthal gesteht. An der Stimmung ändert das nichts: Mehr als 1000 Fans feiern ausgelassen die Kristallhochzeit von Kasalla (die fünf Jungs sind seit inzwischen 15 Jahren zusammen) und erweisen sich als ebenso textsicher wie die Kölner. Und als nicht minder sangesfreudig.
Ein bisschen Spaß muss sein. Blödsinn machen, herumalbern, kindisch sein. Kind sein, zumindest ab und zu. Doch davon will der Vater von Miriam (Magali Vogel) und Anton (Moritz Reinisch) nichts wissen. Zwar hat er sich von den beiden zu einer Expedition in den Dschungel überreden lassen, bei der sie sich auf die Suche nach dem kunterbunt karierten Elefanten Elmar begeben, doch an einen Erfolg glaubt er nicht. Dabei hat er früher immer gerne die Geschichten über diesen Sonderling unter seinen riesengrauen Artgenossen vorgelesen und gespielt. Aber jetzt? Soll Schluss sein mit diesem kindischen Benehmen. Am letzten Abend vor der Heimreise versuchen die Kinder noch einmal alles, um ihren Vater (Thomas Kahle) noch einmal zum Lachen zu bringen und selbst die Hoffnung zu bewahren, dass Elmar vielleicht doch real ist. Und weil das nicht gerade einfach ist, soll das Publikum des Jungen Theaters Bonn (JTB) helfen, wo „Das Elmar-Abenteuer“ jetzt als Koproduktion mit dem Londoner Kindertheater Tall Stories inszeniert wird. Mit Erfolg? Das wird sich zeigen.
„Geht’s euch gut?“ Diese Frage ist natürlich rein rhetorischer Natur, zumindest an diesem Abend beim Festival Musik und Wein im Ahrtal. Wie soll es dem Publikum schon gehen, wenn auf der Bühne eine Powerfrau dem Funk frönt, mit mehr Energie als ein Kernkraftwerk und mit einer Leidenschaft, die ihresgleichen sucht? Der Auftritt von Nik West oberhalb des Klosters Marienthal explodiert bereits in der ersten Sekunde, während die Bassistin in die Saiten haut und eindrucksvoll unter Beweis stellt warum sie unter anderem schon Quincy Jones, Prince und sogar Funk-Ikone Bootsy Collins beeindruckt hat. Und jetzt eben auch Dernau. Und das nachdrücklich.
Im Jazz sind Fehler kein Problem. Sondern ein Ausgangspunkt für etwas Neues. Wenn die beteiligten Musiker so versiert sind wie Marcus Schinkel und Ernie Watts, ist das selbstverständlich. Da ist es dann auch nicht schlimm, wenn letzterer die Stücke verwechselt und eben nicht bei Schinkels neuer Bearbeitung von Bachs „Agnus Dei“ einsteigt, sondern eine ganz andere Einleitung spielt. Ein kurzer Hinweis, dann wird weitergespielt, als wäre der Irrtum schon immer Teil des Konzepts gewesen. „Ich habe was Falsches gespielt, und dann hat Marcus die richtige Begleitung zum falschen Stück gespielt, bis wir dann zum richtigen kamen“, fasst es Watts bei einem gemeinsamen Konzert im Pantheon zusammen. „Das ist die Magie des Jazz.“ Und die beherrscht die Saxofon-Legende auch jetzt noch wie kein Zweiter.
Musik aus aller Welt zu vereinen, das ist der Anspruch des „Over the Border“-Festivals. Seit nunmehr zehn Jahren hat Veranstalter Manuel Banha unermüdlich dafür gekämpft und Künstlerinnen und Künstler aus allen Erdteilen nach Bonn eingeladen. Nicht immer wurde dieses Engagement angemessen gewürdigt – doch beim Jubiläumskonzert in der fast gut gefüllten Kölner Philharmonie machten Musikerinnen und Musiker sowie das Publikum gleichermaßen deutlich, wie wichtig das Festival inzwischen für alle Beteiligten ist. Und wie hochkarätig.
Als Erzieher hat man es echt schwer. Und es wird immer schlimmer. Kein Wunder, dass sich immer weniger Männer und Frauen finden lassen, um in Kinderverwahranstalten den Horror des Spielzeugtags hautnah mitzuerleben oder Sechsjährigen die Windel zu wechseln und im schlimmsten Fall sowohl von diesem Blag als auch von dessen Eltern angeschissen zu werden. Bei solchen Geschichten fährt Jan Preuß aus der Haut. Der Comedian ist gelernter Erzieher und kennt den Kita-Alltag aus erster Hand. Mit seinem aktuellen Programm „Baueckenverbot“ tourt er derzeit durch die Bundesrepublik und ist so auch ins restlos ausverkaufte Haus der Springmaus gekommen, wo er dem Publikum, das geschätzt zu 90 Prozent aus Kindergärtnerinnen zu bestehen scheint, mit viel Verve aus der Seele redet – und eine absurde Geschichte nach der anderen erzählt.
Es ist heiß in der Harmonie, heiß und stickig. Gegen die schwüle Luft und die Wärme der dicht an dicht stehenden Besucher ist selbst die Klimaanlage machtlos. Und gegen die Band auf der Bühne erst recht. Denn was Hazmat Modine dort in einem riesigen Schmelztiegel zusammenmischt, ist atemberaubend: Folk, Rock, Blues, Klezmer, Reggae und vieles mehr verbinden sich zu einer Legierung, die mehr ist als die Summe der einzelnen Teile. Mühelos wächst zusammen, was man nie zusammen gedacht hätte und was trotzdem nahtlos ineinander greift, geprägt von der Virtuosität und der Leichtigkeit der Bandmitglieder – und von so manchem Witz.
Der WDR hat das Pantheon auf den Kopf gestellt. Eine Woche lang hat sich der Sender im Beueler Kleinkunsttempel eingemietet, um die zweite Staffel der Comedy-Show „Johann König findet“ aufzuzeichnen, und das erfordert einen immensen Kraftakt von allen Beteiligten. Alleine vier Tage haben die Aufbauten gedauert, denn für die Produktion hat der WDR die Bühne kurzerhand um 90 Grad gedreht, um vor der bunten Flaschenwand drehen zu können, die für jeden Besucher des Pantheons der größte Blickfang ist. Doch letztlich scheint sich der Aufwand gelohnt zu haben. Zumindest erweisen sich die beiden ersten Folgen, die am Mittwoch abgedreht wurden, als erfreulich kurzweilig. Und mitunter schlichtweg großartig.
„Unscharf mit Katze“: Auf diesen Titel muss man erst einmal kommen. Drei Worte, die doch direkt Assoziationen wecken an Schrödinger, Heisenberg und Lewis Carroll und die doch damit gar nichts zu tun haben (auch wenn sie es könnten), sondern stattdessen von Hilflosigkeit zeugen und vom Festklammern an der Kunst in Zeiten der Unsicherheit. Was für ein eigenwilliges Konvolut. Es existieren nur wenige deutsche Musiker, die so etwas hinkriegen, und noch weniger, die daraus ein Lied machen können, das ebenso poetisch wie melancholisch ist. Und nur Element of Crime meistern diese Aufgabe en passant, einfach weil diese Art der Unschärfe Teil der Band-DNA ist. Im Rahmen von „Quatsch keine Oper“ waren die Herren um Sänger und Texter Sven Regener jetzt in Bonn. Und verzauberten erneut.
Abdelkarim hat es mitunter schwer. Obwohl der 44-Jährige inzwischen schon seit fast 20 Jahren auf der Bühne steht und zwischenzeitlich – eigenen Angaben zufolge – schon mal als Staatsfreund Nummer 1 geführt wurde, scheinen viele Menschen ihn immer noch nicht zu erkennen. Mal wird er trotz seiner Minimalfrisur für Bülent Ceylan gehalten, mal für Kaya Yanar, in einem überhaupt nicht lustigen Fall sogar für einen Vertreter des rechten Spektrums. So kann das nicht weitergehen. Also hat er sich einen Masterplan zurechtgelegt, seinen Plan Z, mit dem Abdelkarim diese Missverständnisse endgültig ausräumen will. Eine Marke müsste man sein, mit einem einprägsamen Spruch oder einem Tanz, so wie Fußballer nach einem erfolgreichen Torschuss. Oder mit einer Geste. Und da die besten Optionen bereits vergeben sind, wird der Comedian eben mit erhobener Hand zum Hahn. Im Haus der Springmaus testet er nun aus, ob das reicht. Was nur zum Teil zutrifft.
Der Sound ist brachial. Wuchtig, donnernd, testosteronschwanger. An diesem Abend, einen Tag vor seinem 17. Geburtstag, lässt Taj Farrant es noch einmal so richtig krachen. In der Harmonie zeigt der Australier eindrucksvoll, warum er als Hoffnungsträger des Bluesrock gilt – und das schon seit Jahren. Denn eigentlich hat Farrants Karriere bereits 2019 begonnen, als er das Solo des Guns N’ Roses-Hits „Sweet Child of Mine“ spielt. Ein entsprechendes Video ging damals viral und brachte dem Neunjährigen eine Einladung von US-Talkerin Ellen Degeneres ein.
Geschichten aus einer heilen Welt? Die kann man bei Pippo Pollina derzeit nur selten finden. Der charmante Cantautore, wie man italienische Liedermacher bezeichnet, nimmt auf seinem aktuellen Album „Fra guerra e pace“ (Zwischen Krieg und Frieden) kein Blatt vor den Mund und verbindet so eindringlich wie schon lange nicht mehr politische Botschaften mit feinster Poesie. Damit kommentiert Pollina, einer der produktivsten und populärsten Vertreter seiner Zunft, den Wahnsinn gegenwärtiger und vergangener Kriege – und erweist sich doch zugleich als ein Künstler, der die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat und trotz allem weiterhin an die Menschheit glaubt. Im Pantheon hat er nun seine Frühlings-Tournee mit einem umjubelten Konzert beendet.
Für Torsten Goods ist ein Besuch bei der Dottendorfer Jazznacht fast schon ein Heimspiel. Bereits zum vierten Mal ist der Gitarrist bei der beliebten Konzertreihe zu Gast – damit ist er Rekordhalter. Er kommt gerne, sagt er, fühlt sich wohl in dem Bonner Stadtteil, und das obwohl er inzwischen auch international unterwegs ist. Amsterdam, Zürich, London, New York, Dottendorf: So soll’s sein. Kein Wunder, dass der 45-Jährige mit seiner neuen Band begeistert empfangen wird. Dann legt er los, tanzt über die Saiten, zeigt seine Klasse. Und seine Grenzen. Denn auch wenn Goods zweifelsfrei ein Virtuose auf seinem Instrument ist, kann seine Stimme zumindest an diesem Freitagabend mitunter nicht ganz mithalten. Vor allem in den Höhen wackelt die Intonation immer wieder. „Ich bin einfach sehr erholt“, gesteht Goods denn auch und verweist auf seinen Kreta-Urlaub, von dem er erst einen Tag zuvor zurückgekommen ist. „Ich hoffe, ich komme noch rein.“ Zur Beruhigung: Ja. Tut er.
Man kann auch aus Nichts ganz viel machen. Zumindest, wenn man Loriot heißt. Niemand verstand sich besser auf die Komik des Alltags als er, und nicht ohne Grund ist er für viele Schauspieler und Satiriker bis heute ein großes Vorbild. Auch für Moritz Netenjakob und Christoph Maria Herbst, die auf Einladung der Springmaus ins Brückenforum gekommen sind, um in ihrem Programm „Das ernsthafte Bemühen um Albernheit“ einige ihrer Lieblingstexte vorlesen. Was für eine Kombination: Hier der Kabarettist und Erfolgsautor, der neben Romanen wie „Macho Man“ und Theaterstücken wie „Extrawurst“ unter anderem Drehbücher für „Stromberg“ geschrieben hat, dort Stromberg selbst – das kann ja nur gut werden. Wird es auch. Mit und ohne Loriot.
An diesem Abend ist es Nachmittag. Zumindest im Rahmen der WDR5-Leselounge von Horst Evers, die im Pantheon aufgezeichnet wird, für die zukünftigen Hörerinnen und Hörer aber einen Live-Charakter haben soll. Eine Illusion, die der Gastgeber nur zu gerne überzeichnet und dadurch die Absurdität auf die Spitze treibt. In diesem Format geht das, nein, muss das so sein. Satire in Reinform auf literarisch hohem Niveau (zumindest meistens), das zeichnet die Sendung nun einmal aus. So auch an diesem nachmittäglichen Abend im Pantheon, wo neben Evers noch die „Titanic“-Herausgeberin Ella Carina Werner, der Krimi-Autor Jörg Maurer, Ruhrpott-Poet Kai Magnus Sting und der legendäre „Welt“-Kolumnist Hans Zippert („Zippert zappt“) zu Gast sind. Eine starke Besetzung. Und eine unglaublich lustige.
Über 40 Musikerinnen und Musiker, eine atemberaubende Solistin und ganz viel eigenwillige Musik zwischen Tradition und Avantgarde: Das Finale des diesjährigen Bonner Jazzfests hat noch einmal alle Register gezückt und dem Publikum einen faszinierenden Einblick in die Welt der improvisierten Musik gewährt. Mit dem Fuchsthone Orchestra sowie dem UMO Helsinki Jazz Orchestra haben zwei große Ensembles mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten das Telekom Forum in einen veritablen Jazzclub verwandelt. Hier das regionale Konglomerat aus namhaften Kölner Künstlerinnen und Künstlern wie Roger Hanschel, Laia Genc, Filippa Gojo und den beiden Leiterinnen und Komponistinnen Christina Fuchs und Caroline Thon, die voller Leidenschaft Klangforschung betreiben; dort die einzige staatlich geförderte Bigband Finnlands, die schon mit vielen Legenden zusammengearbeitet hat und mit Jazzmeia Horn eine der aufregendsten Stimmen der Gegenwart mit an den Rhein gebracht hat. Über beide Formationen ließe sich so einiges sagen. Eins sind sie aber nicht: langweilig. Zum Glück.
Im Grunde hat Max Mutzke in Bonn Narrenfreiheit. Im Rahmen von „Quatsch keine Oper“ lädt er regelmäßig Überraschungsgäste ein, und jedes Mal sind die Termine schon wenige Tage nach Vorverkaufsstart restlos ausverkauft, weil das Publikum darauf vertraut, dass der Abend schon gut werden wird. Was dem 44-Jährigen auch stets gelingt. Am vergangenen Freitag war es wieder soweit: Die Oper ist bis auf den letzten Platz gefüllt, die Show kann starten – und dann steht auf einmal ein DJ an den Turntables. Ein Scratching-Weltmeister. Mal was Neues, für viele im Saal was Ungewohntes. Passt aber. Denn zum einen kann Mutzke in nahezu jedem Genre gute Musik machen, und zum anderen rollt DJ Robert Smith zusammen mit dem ebenfalls eingeladenen Matti Klein Soul Trio dem Hauptgast Eko Fresh den roten Teppich aus. Und der macht sich bezahlt. Zumindest meistens.
Adel verpflichtet. Dies gilt auch in der a-cappella-Szene, und in der waren die Flying Pickets zumindest in Fragen der Popularität seit gut 45 Jahren immer auf oder zumindest hinter dem Thron zu finden. Das Herren-Quintett, das vor allem für Vokal-Interpretationen beliebter Pop-Songs berühmt ist, hatte 1983 mit „Only You“ einen Nummer-Eins-Hit in Großbritannien und trugen zusammen mit Formationen wie The Nylons maßgeblich dazu bei, diese Art des Gesangs im Mainstream zu verankern. Auch wenn alle Gründungsmitglieder längst andere Wege beschritten haben, sind die Pickets weiterhin aktiv und haben erst vor kurzem ein neues Album aufgenommen, das sie nun bei einem Konzert in der Harmonie vorstellten. Doch so langsam beginnt der Glanz zu bröckeln. Und die Stimmen zu schwanken.
An Mut scheint es Frank Oppermann nicht zu mangeln. An Hartnäckigkeit ebenso wenig. Schon mehrfach hat der Intendant des Kleinen Theaters Bad Godesberg in den vergangenen sieben Jahren Projekte gestemmt, die eigentlich auf die ein oder andere Weise viel zu groß für das Haus mit seiner Wohnzimmerbühne schienen – und das durchaus erfolgreich, wie zum Beispiel der Erfolg von „La Cage aux Folles“ von 2024 oder die deutsche Erstaufführung von „2:22 – eine Geistergeschichte“ in dieser Spielzeit eindrucksvoll unterstrichen. Die Inszenierung von Walter Kempowskis „Deutscher Chronik“ stellt jedoch hinsichtlich Umfang und Personal alles andere in den Schatten. Zwei Teile des Mammutwerks, das bislang nur im Hamburger Altonaer Theater auf die Bühne gebracht wurde, hat Regisseur Volker Schmalöer in Bad Godesberg bereits umgesetzt, mit „Ein Kapitel für sich“ folgt nun der dritte, der das Publikum in die unmittelbare Nachkriegszeit entführt. Und Kempowskis eigene Geschichte zunehmend in den Mittelpunkt rückt.
Was für eine Stimme, was für ein Feuer, was für eine Band: Den Auftritt der türkisch-niederländischen Sängerin Karsu im Telekom Forum kann man nicht nachdrücklich genug loben. Die 36-Jährige war zwar schon im vergangenen Jahr zu Gast bei „Over the Border“, aber Organisator Manuel Banha hat einmal mehr den richtigen Riecher gehabt und sie erneut eingeladen. Zumal Karsu zum 10. Jubiläum des Weltmusikfestivals mit ihrer Jazzband nach Bonn gekommen ist – und damit alle Erwartungen mühelos übertrifft.
Das Jazzfest Bonn ist dafür bekannt, in seinen Doppelkonzerten immer wieder Spannungen aufzubauen, mit Kontrasten zu spielen und mitunter auch zu polarisieren. An einem Abend im Collegium Leoninum kam dies nun besonders deutlich zum Tragen: Auf der einen Seite erkundete die Pianistin Marlies Debacker Klangwelten jenseits von Melodie und Rhythmus, auf der anderen begeisterte die Gitarristin Lau Noah mit berührenden Folk-Geschichten und musikalischen Märchen. In dieser radikalen Gegensätzlichkeit fühlte sich längst nicht jeder wohl. Und doch waren beide Auftritte letztlich eine Erfahrung wert.
Mit dem Dialog zwischen Künstlern und Publikum ist das so eine Sache: Auf der einen Seite freut sich letzteres, wenn es wahrgenommen wird, auf der anderen Seite ist vielen Menschen eine direkte Ansprache und das damit verbundene kurzzeitige Rampenlicht eher unangenehm, insbesondere wenn so eine Pointe auf Kosten des Adressaten entsteht. Auch Tan Çağlar sucht in „Der Teufel trägt Rollstuhl“ den Dialog mit seinen Fans, sogar sehr gerne – und agiert dabei so sympathisch und authentisch, dass dieser Austausch nicht etwa ein Tief- sondern ganz im Gegenteil ein Höhepunkt seines Auftritts im Bonner Brückenforum wird. Der 44-Jährige, den die Rheinbühne in die Bundesstadt gelockt hat, ist ein geborener Moderator, dem sich Menschen gerne öffnen, dem sie aber ebenso gerne zuhören, wenn er entspannt und mit viel Selbstironie aus seinem Leben als Rollstuhlfahrer, Schauspieler und Entertainer erzählt. Eine gute Ausgangslage. Wenn da nicht noch die Comedy wäre.
Das Rüngsdorfer Kulturbad wird immer populärer. Seit ein Förderverein um Anna Sophia Baumgart die ehemalige Gastronomie vor gut drei Jahren wiederbelebt und zu einem Raum für Kunst und Kultur umgewidmet hat, wächst sowohl das Niveau der Shows und Konzerte als auch das Interesse der Öffentlichkeit kontinuierlich. Jetzt ist mit dem Weltmusikfestival „Over the Border“ des Konzertveranstalters Manuel Banha erstmals auch ein etabliertes Format ins Rüngsi gekommen. An gleich drei aufeinander folgenden Abenden erklingt über den noch leeren Schwimmbecken Musik vom Balkan, aus dem Orient – und aus Japan. Für letzteres sorgt die ebenso eigenwillige wie augenzwinkernde Formation Mitsune, die neben eigenen Songs vor allem traditionelle Weisen aus ihrer Heimat neu interpretieren und damit dafür sorgen, dass diese nicht in der Vergangenheit bleiben. Sondern weitergetragen werden.
Eigentlich ist es nicht ganz fair, Donny McCaslin auf ein einziges Album zu reduzieren, und dann auch noch auf eines, auf dem nicht sein Name prangt. Doch „Blackstar“, das letzte Album von David Bowie, ist eben etwas Besonderes, und zwar vor allem dank des US-amerikanischen Saxofonisten, der mit seiner Band den vielseitigen und mitunter sehr eigenwilligen Sound der 2015 veröffentlichten Platte maßgeblich prägte. Ein Ansatz, den er sich bis heute bewahrt hat. Jetzt kommt Donny McCaslin mit seinem aktuellen Longplayer „Lullaby for the Lost“ – einem kraftvollen, wilden, fast schon brachialen Gesamtkunstwerk – zum Jazzfest Bonn.
Sie gelten als Shooting-Stars des Jazz, als Ausnahme-Talente an den Saiten und als Künstlerinnen und Künstler, die bereits jetzt schon ihren eigenen Ton gefunden haben: Sowohl der Gitarrist Rob Luft als auch die Cellistin und Bassistin Julia Hofer haben bei ihrem Doppelkonzert im Rahmen des Bonner Jazzfests eindrucksvoll gezeigt, dass die Vorschusslorbeeren durchaus berechtigt waren. Vor allem letztere legt zusammen mit David Helbock am Klavier die Messlatte für kongeniale Interpretationen hoch an – und zeigt zugleich, dass man einen Bass niemals unterschätzen sollte.
Das Horn singt. Immer höher werden seine Rufe, immer höher, immer eindringlicher, immer beschwörender. Die Musik, die die norwegische Musikerin Hildegunn Øiseth mit ihrem Quartett an diesem Abend im Rahmen des Jazzfests im Pantheon präsentiert, ist mehr als nur eine Ansammlung von Tönen und Rhythmen. Sie ist eine Art von archaischem Ritus, und das nicht nur wegen des ungewöhnlichen Instruments, das die 59-Jährige mit bemerkenswerter Energie spielt. Es ist kein Horn aus Metall, das Øiseth an ihren Lippen hat und mit dem sie die Geister einer längst vergangenen Zeit zu beschwören scheint, sondern ein von einer Ziege stammendes Bukkehorn, dessen Ursprünge bis in die Steinzeit zurückreichen. Schon allein dadurch wirkt die Musik anders, urtümlich, cthonisch. Doch das würde keine Rolle spielen, wenn Øiseth und ihre Kollegen nicht so spielen würden, als ob sie etwas suchen würden, eine neue Ebene des Klangs, die in den Nebeln der Geschichte verborgen liegt. Oder in der Zukunft.
Wenn schon, dann richtig. Halbherzige Beleidigungen braucht schließlich kein Mensch. Ihnen zu widerstehen und sie auszuhalten ist keine große Kunst, sie zu formulieren eine Lappalie. Mit so etwas wollen Cordula Stratmann und Bjarne Mädel nichts zu tun haben. In ihrem Programm „Sie mich auch!“ beschäftigen sich die beiden nicht mit halbgaren Sprüchen, sondern mit Verbalattacken Kaliber 800 – und mit deren Auswirkungen. Schon im vergangenen Jahr wollten die charmante Komikerin und der staubtrockene Charakterdarsteller eine Desensibilisierung der besonderen Art anbieten, mussten den Termin aber leider verschieben. Jetzt konnten sie die Veranstaltung auf Einladung der Rheinbühne im ausverkauften Brückenforum nachholen.
Was für eine Stimme, was für ein Feuer, was für eine Band: Den Auftritt der türkisch-niederländischen Sängerin Karsu im Telekom Forum kann man nicht nachdrücklich genug loben. Die 36-Jährige war zwar schon im vergangenen Jahr zu Gast bei „Over the Border“, aber Organisator Manuel Banha hat einmal mehr den richtigen Riecher gehabt und sie erneut eingeladen. Zumal Karsu zum 10. Jubiläum des Weltmusikfestivals mit ihrer Jazzband nach Bonn gekommen ist – und damit alle Erwartungen mühelos übertrifft.
Wenn die Menschen nicht mehr miteinander reden, bricht die Gesellschaft auseinander. Man kennt sich nicht mehr, ist sich fremd – das gebiert Misstrauen. Und das ist etwas, was Alfons nicht zulassen will. Der wohl charmanteste Klischee-Franzose der Bundesrepublik, der bei seinen ersten Fernsehauftritten vor über 30 Jahren bewaffnet mit seinem Puschelmikrofon die Öffentlichkeit mit absurden Fragen überfiel, ist dem gehobenen Unsinn längst entwachsen. Zumindest weitgehend. Ohnehin ist Alfons nicht zum Lachen zumute angesichts der um sich greifenden Seuche des Populismus, auf die viel zu viele Leute hereinfallen. Also muss eben er ran mit seinem Blick durch die Brille der deutsch-französischen Freundschaft, sich amüsierend über bestimmte Eigenheiten und zugleich zum Dialog aufrufend. Mit diesem Ziel geht er inzwischen in Schulen – und natürlich auch weiterhin auf Kabarettbühnen wie der im Pantheon.
Eigentlich haben Männer bei den Programmen von Gerburg Jahnke und so mancher ihrer Kolleginnen einen schweren Stand. Gut, wenn so manche Kabarett-Dame aus dem Nähkästchen plaudert und von dem vermeintlichen Göttergatten berichtet, den frau in einem umnachteten Moment eingesammelt hat und der nun auf dem Sofa vor sich hin gammelt, kann man das fast verstehen. Aber es gibt auch Gegenbeispiele. So wie Hartmut. Dieser Herr hat sich nämlich freiwillig bei dem Auftritt von Gerburg Jahnke und ihren Gästinnen in die erste Reihe der Bonner Oper gesetzt und wurde prompt als williges Opfer für allerlei Schabernack auserkoren. Alle wollten ihn haben: Die augenzwinkernd-provokante Maria Clara Groppler, die Co-Göttin in spe Mia Mittelkötter (alias Lioba Albus), die charmante Singer-Songwriterin Miss Allie und vor allem die unwiderstehlich komische Rosemie Warth, die sogar auf Tuchfühlung ging. Diese Ménage-à-six sorgte im ausverkauften Saal für jede Menge Gelächter. Und sogar für das ein oder andere Lob an die Herren.
Eigentlich will Evan Hansen gar nicht lügen. Dafür ist er viel zu schüchtern und unsicher, er, ein Außenseiter mit Minderwertigkeitskomplexen. In einer Therapie soll er daher Briefe an sich selber schreiben, um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Doch den ersten nimmt ihm sein Klassenkamerad Connor Murphy ab – unmittelbar vor seinem Selbstmord. Nun glauben Connors Eltern, dass Evan der einzige Freund ihres Sohnes war, zu dem sie selbst keine Verbindung aufbauen konnten. Er soll ihnen mehr von Connor erzählen, und Evan, der die Murphys nicht leiden sehen will, erfindet eine geheime E-Mail-Korrespondenz, die nach und nach immer mehr ausartet. Es ist eine Lüge, die alles verändert. Bis sie unweigerlich zerbricht. Diese Geschichte bildet den Kern des Musicals „Dear Evan Hansen“, dass das Junge Theater Bonn als zweite große Koproduktion mit dem Theater Bonn auf die Bühne bringt, mit vielen Stärken. Und manchen Schwächen.
Manchmal reicht einfach nur ein Rhythmus, um für gute Laune zu sorgen. So zum Beispiel der springende Groove von Reggae und Ska, der nach Sommer klingt und dem sich unter anderem The Clerks verschrieben haben. Die Kölner Band feiert derzeit ihr 25. Bandjubiläum mit einer kleinen Tour durch verschiedene Clubs, darunter auch die Harmonie. Für diesen besonderen Anlass hat sich das Sextett um den Bonner Posaunisten Tim Düwel und den Gitarristen Gero Kuntermann hochkarätige Unterstützung geholt: Den Saxofonisten Tommy Tornado, der unter anderem schon mit den Heptones und Reggae-Urgestein Lee Scratch Perry gespielt hat, sowie den Londoner Sänger Arthur Kay. Das Ergebnis kann sich hören lassen.
