Das ist neu

24. Mai 2022: Der Mai ist gekommen, die Künstler wollen raus. Und zwar in Scharen. Also im Schnelldurchlauf: Triosence erzählen von rockenden Eichhörnchen, Ezio von nächtlicher Sex-Werbung im deutschen Fernsehen, Dittsche vom ganz normalen Leben und Carrington-Brown von den Folgen des Brexit für die Opernwelt. Miller Anderson genießt die Bühne, René Sydow verzweifelt am System und ein Nashorn an der Grausamkeit der Welt jenseits der Zoo-Gitter. Jean Faure widmet sich Georges Brassens, Kainkollektiv und Musica Sequenza in einem gemeinsamen Projekt der Äbtissin Kassia, Eva Karl Faltermeier den Nebeln ihrer oberpfälzerischen Heimat und Abdelkarim dem Alltags-Rassismus. Wille & the Bandits lassen es krachen, und beim Jazzfest begeistern unter anderem Maria João und Tigran Hamasyan, das Matthieu Mazué Trio und Olivia Trummer, Andrea Motis und Oliver Leichts [acht.] sowie Alma Naidu und die Mike Stern/Bill Evans Band.

 

 

23. April 2022: Erst Urlaub, dann Osterferien, schon sind vier Wochen mit vergleichsweise wenigen Kulturkritiken ins Land gegangen. Ein paar gilt es allerdings nachzutragen. So hat das „Over the Border“-Weltmusikfestival mit der marokkanisch-französischen Formation Bab L'Bluz und dem charismatischen kapverdischen Sänger Miroca Paris für zwei spezielle, aber überaus faszinierende Highlights gesorgt. Außerdem ließen es The New Roses in der Harmonie so richtig krachen, während Max Prosa im Pantheon einmal mehr mit seinen gesungenen Geschichten begeisterte. Dort las auch der Schauspieler Roland Jankowsky alias Overbeck (aus den Wilsberg-Krimis), während das Theater Rampös in der Brotfabrik mit einer erschreckend eindringlichen Inszenierung von Kristo Šagors Dystopie „Bevor wir gehen“ überzeugte.