Das ist neu

28. Juni 2022: Die Corona-Inzidenzen steigen wieder und die Theater gehen in die Sommerpause. Dafür startet die Open-Air-Saison. Drinnen hat im Juni Timon Krause eine Massenhypnose versucht, Tommy Engel sein 60-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert, Gustav Peter Wöhler der Nostalgie einen traumhaften Abend beschert und Florian Paul & die Kapelle der letzten Hoffnung der Melancholie und der Liebe gehuldigt. Außerdem haben Bonner Künstlerinnen und Künstler sowie solche, die dem Pantheon in besonderer Weise verbunden sind, einen Benefiz-Abend für die Ukraine auf die Beine gestellt, während Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Spotlights-Schultheaterfestivals der Theatergemeinde Bonn auf einem Flughafen festsaßen und ein Choreographen-Duo sich im Theater im Ballsaal ein Leichentuch ertanzt. In Köln ist außerdem Udo Lindenberg gelandet und hat bewiesen, wer die besten Shows auf deutsche Bühnen bringt, während Patti Smith, die eigentlich auf der Insel Grafenwerth auftreten sollte, das Palladium rockt und beweist, dass für gute Künstler die Location zweitrangig ist. Das hat sie mit Andreas Vollenweider gemein, der kurzerhand ins Brückenforum umzog und auch dort das Beste aus der Situation machte. Ach ja, und auf dem KunstRasen haben My Chemical Romance zwei restlos ausverkaufte Konzerte gegeben.

 

24. Mai 2022: Der Mai ist gekommen, die Künstler wollen raus. Und zwar in Scharen. Also im Schnelldurchlauf: Triosence erzählen von rockenden Eichhörnchen, Ezio von nächtlicher Sex-Werbung im deutschen Fernsehen, Dittsche vom ganz normalen Leben und Carrington-Brown von den Folgen des Brexit für die Opernwelt. Miller Anderson genießt die Bühne, René Sydow verzweifelt am System und ein Nashorn an der Grausamkeit der Welt jenseits der Zoo-Gitter. Jean Faure widmet sich Georges Brassens, Kainkollektiv und Musica Sequenza in einem gemeinsamen Projekt der Äbtissin Kassia, Eva Karl Faltermeier den Nebeln ihrer oberpfälzerischen Heimat und Abdelkarim dem Alltags-Rassismus. Wille & the Bandits lassen es krachen, die WunderBar des GOP lockt einige seltsame Gestalten zum letzten Drink, und beim Jazzfest begeistern unter anderem Maria João und Tigran Hamasyan, das Matthieu Mazué Trio und Olivia Trummer, Andrea Motis und Oliver Leichts [acht.] sowie Alma Naidu und die Mike Stern/Bill Evans Band.