Martin Pfeiffer: Gutherziger Kinderfänger

Ein paar Töne nur, schon folgen die Kinder lachend und tanzend Martin Pfeiffer. Wer jetzt unweigerlich an das Märchen vom Rattenfänger von Hameln denkt, der mit seiner Musik nicht nur die Nager, sondern auch alle Söhne und Töchter der Stadt mit sich nimmt, kann jedoch ganz beruhigt sein: Der 64-Jährige, der zwei Mal pro Jahr im Haus der Springmaus zu Gast ist, gehört zu den Guten. Zu jenen, die eigentlich nur Kindern den Spaß an der Musik nahe bringen wollen. Und das macht Pfeiffer wirklich hervorragend.

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QUATSCH KEINE OPER präsentiert



Dabei braucht Pfeiffer gar nicht viel. Seine Gitarre, ein kleines Gerät mit recht banalen Rhythmen und gute Laune. Alles vorhanden. Dazu kommt ein Repertoire an Klassikern, mit denen fast jedes Kind – und jedes Elternteil – vertraut ist. „Auf der Mauer auf der Lauer“, „Wer hat die Kokosnuss geklaut“ oder „Aramsamsam“ können Groß und Klein wahrscheinlich im Schlaf mitsingen. Andere Stücke wie „Meine Hände sind verschwunden“ oder „Der Gorilla mit der Sonnenbrille“ lassen sich im Zweifel schnell lernen. Vor allem das letztgenannte Stück kommt bei den Kleinen hervorragend an und sorgt dafür, das keiner mehr auf Boden, Stuhl oder Schoß sitzen bleibt.

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Für Pfeiffer ist das alles Routine: Seit fast zehn Jahren ist er mit seiner „Kinderlieder-Party“ deutschlandweit unterwegs, auf Kleinkunstbühnen, in Kindergärten und auf Dorffesten. Doch selbst nach über 700 Mitmach-Konzerten ist er noch immer Feuer und Flamme für seinen Beruf. „Ich bin glücklich und zufrieden, wenn die Kinder so mitmachen wie hier in Bonn“, sagt er. Zumal hier auch die Eltern mitspielen, was nicht selbstverständlich ist. „Es gibt schon mal Erwachsene, die zu einem Auftritt von mir kommen und dann die ganze Zeit über nur aufs Handy schauen“, sagt er. „Das spiegelt sich leider oft in ihren Kindern wider.“ In der Springmaus ist das allerdings kein Problem. Und so kommt Pfeiffer auch gerne wieder: Die nächste Kinderliederparty findet am 1. März 2026 statt.


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